Der steigende Konsum von Zigaretten vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern verschärft die Bedrohung durch die Infektionskrankheit Tuberkulose (TBC). Raucher haben ein stark erhöhtes Risiko, an TBC zu erkranken und an der Krankheit zu sterben, haben Forscher der Harvard-Universität herausgefunden. Auch das Passivrauchen sei ein Risikofaktor, so die Wissenschaftler.
Den Grund der unterstützenden Wirkung sehen die Wissenschaftler darin, dass Rauchen die Fähigkeit der Lungen, sich von Fremdkörpern zu reinigen und das Eindringen von Erregern zu verhindern, vermindert. Das Tuberkulose-Bakterium kann so leichter in die Lunge eindringen und eine Infektion verursachen. Auch das Passivrauchen erhöht das Risiko für eine TBC Erkrankung, ergab die weitere Auswertung der Forscher. Betroffen sind davon meist auch Kinder. Bei ihnen bricht die Krankheit in der Regel nur selten aus.
Quelle: Megan Murray (Harvard University, Boston) et al.: PLoS Medicine, Bd. 4, Artikel e20


