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Rauchen unterstützt Tuberkulose

Der steigende Konsum von Zigaretten vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern verschärft die Bedrohung durch die Infektionskrankheit Tuberkulose (TBC). Raucher haben ein stark erhöhtes Risiko, an TBC zu erkranken und an der Krankheit zu sterben, haben Forscher der Harvard-Universität herausgefunden. Auch das Passivrauchen sei ein Risikofaktor, so die Wissenschaftler.

ür ihre Metauntersuchung analysierten die Wissenschaftler fast 1.400 wissenschaftliche Arbeiten zum Thema TBC, die seit 1950 veröffentlicht wurden. Aus diesen bezogen sie ca. 40 Arbeiten, die sich mit dem Zusammenhang von Tuberkulose und dem Rauchen befassten, mitein. "Die Auswertung legt nahe, dass Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern ein doppelt so hohes Tuberkulose-Risiko haben", ist das das zentrale Ergebnis der Arbeitsgruppe um Murray. Auch die globalen Auswirkungen auf die Gesundheit betrachten die Forscher als kritisch, erklärt die Ärztin: Es gibt etwa 1,1 Milliarden Raucher weltweit, davon leben rund 930 Millionen in Entwicklungs- oder Schwellenländern, also dort, wo auch die Mehrzahl der jährlich rund zwei Millionen Todesfälle durch TBC auftreten. Eine Einschränkung des Zigarettenkonsums könne daher auch die Entwicklung dieser infektiösen Krankheit vermindern.

Den Grund der unterstützenden Wirkung sehen die Wissenschaftler darin, dass Rauchen die Fähigkeit der Lungen, sich von Fremdkörpern zu reinigen und das Eindringen von Erregern zu verhindern, vermindert. Das Tuberkulose-Bakterium kann so leichter in die Lunge eindringen und eine Infektion verursachen. Auch das Passivrauchen erhöht das Risiko für eine TBC Erkrankung, ergab die weitere Auswertung der Forscher. Betroffen sind davon meist auch Kinder. Bei ihnen  bricht die Krankheit in der Regel nur selten aus.

Quelle: Megan Murray (Harvard University, Boston) et al.: PLoS Medicine, Bd. 4, Artikel e20

 
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