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Beta-Carotin schadet Rauchern mehr als es nutzt

Vitaminpillen und ähnliche Präparate mit einem hohen Anteil an Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) erhöhen das Lungenkrebsrisiko für Raucher anstatt es - wie bislang angenommen - zu reduzieren. Raucher sollen entsprechende Präparate nicht einnehmen.
Die Warnung gilt für Dosen von mehr als 20 Milligramm täglich. Niedriger dosierte Nahrungsergänzungsprodukte erhalten einen Warnhinweis. Arzneimittel, die das häufig als Farbstoff eingesetzte Beta-Carotin in geringen Mengen enthalten, sind unbedenklich.

Beta-Carotin ist eine Vorstufe von Vitamin A. Es  war in den 90er-Jahren als "Rauchervitamin" populär und wurde zum Schutz vor Lungenkrebs bei Rauchern propagiert. "Dieser angenommene Nutzen von Beta-Carotin beziehungsweise Vitamin A ist nicht gegeben", sagte der Leiter des Bundesinstituts Reinhard Kurth.

Zwei klinische Prüfungen hatten sogar das Gegenteil gezeigt: Raucher, die Beta-Carotin einnahmen, erkrankten deutlich häufiger an Lungenkrebs als Probanden, die ein Placebo (Medikament ohne Wirkung) einnahmen. Auch die Sterblichkeitsrate war in der Gruppe der Beta-Carotin-Anwender deutlich höher. Für beide Studien wurden Raucher untersucht worden, die entweder schon lange rauchten oder mindestens fünf Zigaretten täglich konsumierten. Die Dosis an Beta-Carotin an einem Tag betrug mindestens 20 Milligramm. Eine vergleichbare Risikoerhöhung ist für Arzneimittel mit geringerem Beta-Carotin-Gehalt wurde durch diese Studien nicht nachgewiesen. Geringe Mengen an diesem Vitamin scheinen auch für Raucher unbedenklich zu sein.
 
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