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Übertreiben als Therapie: die Aversionstherapie

Die Aversionstherapie arbeitet mit der Erkenntnis, dass man ein Verhalten nicht lange beibehält, wenn man es übertreibt. Die Aversionstherapie ist zumindest kurzfristig äußerst wirksam, gleichzeitig ist sie allerdings auf hochumstritten.

Viele Raucher kennen das: wenn man an einem Tag besonders viel geraucht hat, raucht man am nächsten Tag weniger. Das Suchtverhalten kann nur aufrecht erhalten werden, wenn es in einem gewissen Gleichgewicht gehalten wird: zu wenig ist genauso unangenehm wie zu viel.

Das ist der Ansatzpunkt der Aversionstherapie. Der Raucher darf rauchen, wenn er aber raucht, muss er  soviel rauchen, bis ihm schlecht wird - und dann noch mehr. Aufgrund der Übelkeit entwickelt sich eine Geschmacksaversion gegen den Rauch. Zigaretten werden dadurch nicht mehr als attraktiv wahrgenommen sondern werden vermieden.

Es gibt einige Anbieter, die die Methode, eine Aversion gegen den Geschack und den Geruch von Zigarettenrauch zu erzeugen, als Teil der Raucherentwöhung einzusetzen. Dieses Verfahren ist eher unbedenklich, da es nur zu einer Abneigung gegenüber des Geschmacks kommt. Eine (gefährliche) Überdosierung von Nikotin ist dabei nicht zu erwarten und die Nebenwirkungen wie z.B. Übelkeit sind eher unangenehm als gefährlich. 

Auch manche Hypnotiseure arbeiten mit Aversion um die Raucherentwöhnung zu unterstüzten. Bei der Hypnose wird die Aversion in der Regel durch sogenanne imagination hergestellt: durch intensives Vorstellen der unangenehmen begleiterscheinungen des Rauchens unter Hypnose entwickelt der Raucher einen Art Ekel gegenüber Zigaretten, was die Raucherentwöhnung natürlich erleichtert. 

Die Aversion kann auch mit einer Überdosis Nikotin (z.B. über Nikotinkaugummis oder Nikotinpflaster) erzeugt werden. Die ist dabei, dass der Körper eine Aversion gegenüber dem Suchtstoff Nikotin entwickelt und dadurch Zigaretten und Zigarettenrauch als unangenehm empfindet. Umstritten ist die reine Aversionstherapie für Nichtraucher vor allem wegen der Nebenwirkungen. Eine starke Nikotionüberdosierung kann sich schädlich auswirken und bei geschwächten Menschen sogar lebensgefährlich sein. 

 
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